30

März

Learning Journey – Neuwaldegg zu Gast bei Summer&Co

Systemische Beratung

Neuwaldegg zu Gast im Summer Büro.

Können sich Berater gegenseitig beraten?

Letzten Freitag durften wir vier Berater von Neuwaldegg in unserem Summer Büro empfangen. Neuwaldegg war in Berlin auf Learning Journey, um sich mit einer Vielzahl von Unternehmen zu treffen, die selbstorganisiert und purpose-driven arbeiten. Mit 37 Jahren Erfahrung als systemische Beratung und  fünf Jahre nach Einführung von Holacracy hat sich Neuwaldegg auf den Weg nach Berlin gemacht, um eigene Erfahrungen zu reflektieren und Ideen und Impulse auszutauschen.

Das schönste Kompliment haben wir von Neuwaldegg gleich zu Beginn freudig entgegen genommen: „Man merkt Euch an, dass Ihr mit viel Leichtigkeit an die Arbeit und auch an vermeintlich schwere Themen geht“ – prima! Denn wir geben unseren sommerlichen Spirit gerne und in großen Mengen weiter.

Schnell waren auch highlights und lowlights der alltäglichen Arbeit in einem selbstorganisierten Unternehmen auf dem Tisch. Gemeinsam haben wir festgestellt, dass man bei der Transformation eines bisher klassisch organisierten Unternehmens und bei der Neugründung einer selbststeuernden Organisation auf ähnliche Themen und Fragestellungen stößt. Mal früher oder später und in unterschiedlicher Ausprägung, aber dennoch gleichermaßen herausfordernd. Wir ziehen die Erkenntnis aus diesem produktiven Nachmittag, dass besonders drei Dinge wichtig sind: Transparenz, offene Kommunikation und ein unbedingter Wille, das Ding gemeinsam zu rocken!

Das erfordert natürlich die Bereitschaft, Selbstorganisation nicht als starres Konstrukt sondern als grundlegende Haltung zu verstehen und sie auf die spezifischen Anforderungen einer Organisation und ihres Geschäftsmodells passend umzusetzen! Wir finden: Berater können sich sehr gut gegenseitig beraten. Vielen Dank Neuwaldegg für diesen inspirierenden Austausch!

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15

Februar

Selbstorganisation – unsere interne Arbeitsweise on stage

VAN_0164 (1) 2Premiere! – unser neues Format „Sommerbier plus“ haben wir genutzt, um erstmals offiziell und schonungslos unsere interne Arbeitsweise nach außen zu tragen. Seit der Gründung 2014 arbeitet Summer&Co selbstorganisierend.

Inspiriert von Lalouxs „Reinventing Organizations“ und Robertsons „Holacracy“ bedeutete das anfangs viel Theorie und wenig Praxis. Doch inzwischen sind wir erfahren, geübt und beinahe lässig im Umgang mit den erforderlichen Entscheidungsformen, Governance Meetings und der unerlässlichen Transparenz. Es macht Spaß und man wird offenbar sogar glücklich dabei: Unser interner Happiness-Index liegt bei sage und schreibe 88%! Das hat unsere brandaktuelle interne Evaluation anlässlich der jährlichen Strategierunde ergeben.

Hierarchiestufen abzuschaffen und das Zahlenwerk für alle offen zu legen sind nur einige der Komponenten, die wir einsetzen, um Summer&Co selbststeuernd wachsen zu lassen. Damit der Informationsfluss reibungslos funktioniert, nutzen wir zum Beispiel das Kommunikationstool „Microsoft Yammer“.

Aktuelle Themen und Entscheidungen finden dort den jeweils richtigen Kreis an Beteiligten, Kompetenten bzw. Betroffenen. So können wir auch dann, wenn wir gerade in allen vier Himmelsrichtungen verstreut unseren Hauptaufgaben im Kundenprojekt nachgehen, fix reagieren. Continue Reading..

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19

September

Mama im Business

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Zwei Unternehmerinnen, eine gute Zuhörerin, strahlender Sonnenschein und ausreichend Kaltgetränke waren die Basis für ein ernstes, lustiges und sehr aufschlussreiches Gespräch darüber, wie es wirklich ist, wenn Workaholics Kinder haben.  

Ihr seid beide Mütter von einem kleinen Kind. Anke, bei dir ist schon das Zweite unterwegs. Wie habt ihr gelebt und gearbeitet, bevor es so weit war? 

Johanna: Ich habe mir damals mit meinem Partner eine kleine Zweizimmerwohnung geteilt. Wir haben beide viel und lange fest angestellt als Unternehmensberater gearbeitet. Damals waren wir viel unterwegs und haben uns hauptsächlich an den Wochenenden gesehen. An Kinder haben wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht. Als ich Jahre später schwanger war, hatte ich den festen Plan, nach einem Jahr Elternzeit meine Arbeit als Beraterin zunächst zu 80% wiederaufzunehmen. Pünktlich zur Geburt durchkreuzte dann die Firmengründung von Summer&Co die ursprünglichen Pläne. Heute arbeiten mein Mann und ich beide Vollzeit – er in fester Anstellung und ich als Unternehmerin – und kümmern uns gleichermaßen um die Erziehung unseres Sohnes.

Anke: Ich war – und bin – ein klassischer Workaholic. Ich hatte rund um die Uhr Arbeitsthemen im Kopf, ich musste auf jeder Hochzeit tanzen, überall mitmischen und alles selbst in der Hand haben. Am Ende der Woche wusste ich kaum noch, was am Anfang passiert war, so viel war das. Das war aber kein unangenehmer Zustand.

Hat sich seitdem an der Art und Weise wie ihr arbeitet etwas geändert? Und wenn ja, was?

A: Klar, da hat sich eine Menge geändert, wenn auch nicht das Arbeitspensum. Vor allem geht es bei mir jetzt um Planbarkeit. Ich muss jeden Moment damit rechnen, dass mein Kind mich braucht, weil irgendetwas nicht so läuft wie gedacht. Deshalb habe ich begonnen, anders zu arbeiten. Früher habe ich mir selbst und auch gegenüber Kunden Stundendeadlines gesetzt. Das mache ich heute nicht mehr.Continue Reading..

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08

September

Eine Liebeserklärung – oder: warum ich mag wie wir arbeiten

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… hauptsache es ist ähdscheil (= agile). Und was war vor ähdscheil? Da hieß es noch Scrum. Flat Org, Ju:ähx (= UX), Pair programming, lean Start-up, MVP, Holacracy. Ach ja – und iterativ darf auch nicht fehlen. Buzzwordbingo vom Feinsten. Berlin ist Profi.

Ich bin nicht gespannt darauf, welche Sau die nächste ist, die voller Überzeugung durch große und kleine Dörfer getrieben wird. Viele schöne Vorhaben, verpackt in noch schönere Worte fangen an, mich zu langweilen. Können wir nicht einfach mal machen, statt zu planen, zu reden, zu hören, zu lesen und wieder von vorn anzufangen? Ich möchte Pläne Wirklichkeit werden lassen! Und damit meine kleine Arbeitswelt um einen bedeutenden Schritt besser machen. Das klappt manchmal gut und manchmal nicht so gut.

Heute war ein guter Tag: Selbststeuerung in Reinkultur mit krassem Energiebooster für die persönliche Stimmung (um es in den Worten meiner lieben Kollegin auszudrücken). Und das maximal effizient in 15 Minuten. Ein Traum.

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07

September

Himmel über Berlin

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Summer&Co wächst – deshalb haben wir gestern den wunderschön warmen und sonnigen Spätsommertag genutzt, um mit unserem Lieblingsfotografen Thomas Koy neue Bilder zu machen. Denn wo Summer draufsteht, ist auch Summer drin! Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und haben nebenbei schon wieder unsere Liste erweitert: Orte zum draußen Arbeiten – to be continued.

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26

August

Morgenstund in Neuensund

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Der Sommer ist die beste Zeit für neues Arbeiten – unser Lieblingsformat, das Summer & Kids Camp, geht deshalb in die zweite Runde. Und das haben wir erlebt: 

Montag 

An einem schönen Sommertag richten die Summers aus Potsdam, Kreuzberg, Mahlsdorf, Kaulsdorf, Steglitz, Mitte und dem Prenzlauer Berg ihre Kompasse in Richtung Norden aus. Es werden Flipcharts, Kinder, Stifte, Post-Its und ganze Koffer voller Erwartungen in die Autos gepackt und los geht’s. Auf nach Meck-Pomm.Continue Reading..

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22

August

Intuitiv Karriere gemacht

Intuitive Entscheidungen treffen wir aus dem Bauch heraus und zweifeln nicht an ihrer Richtigkeit. Intuition nennt man gelerntes und tief verankertes Wissen, das wir anwenden ohne es erneut zu reflektieren. Eine praktische Sache, denn intuitive Entscheidungsfindung verbraucht kaum Energie und wir können unsere zerebralen Kapazitäten an anderer Stelle investieren. Wenn nun jemand unter höchstem emotionalen und zeitlichem Druck versucht das Wort Karriere zu definieren, so greift das Gehirn auf alte, gelernte Bilder zurück, die dort tief verankert sind.

Bei einer Runde Tabu (das gesuchte Wort muss umschrieben und erraten werden) wurde ein geschätzter Kollege und Freund von seiner Intuition verraten. Vor seinem inneren Auge stieg plötzlich ein dicklicher Mann im Anzug eine schmale, aber dafür umso höhere Leiter herauf. Plötzlich schallte des Vaters Stimme durch den Kopf, der ehrfürchtig von der Beförderung eines Kollegen zum Direktor berichtet: „Der Peter, der macht richtig Karriere.“ Unwillkürlich spricht es aus meinem Freund heraus, das Wort was wir suchten, das könne man besonders gut in Konzernen machen. Auf diese Erklärung blieb ich ratlos und wir verschoben auf das nächste Wort.

Das abendliche Unterhaltungsspiel brachte mich darüber ins Grübeln, wie man Karriere einem Kind erklärt und ob ich gerade richtig Karriere mache.Continue Reading..

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