1. New Work Lab

Selbstorganisiert

Was wollen wir eigentlich wirklich mit unserer Arbeit erreichen? Wie können wir auf Augenhöhe und mit maximaler Eigenverantwortung wirksam werden? Was brauchen wir dafür an Strukturen, an Wissen, an Unterstützung? Mit Spaß am Experimentieren versuchen wir uns diesen Fragen im Arbeitsalltag zu nähern. Statt klassischer Regelmeetings haben wir eine Art Mini-Barcamp entwickelt, Sync Friday genannt, in dem alle Summers Themen einbringen, moderieren und Wissen austauschen. Kreisleadrollen wählen wir zeitlich begrenzt, alle gemeinsam.

Und Feedback passiert bei uns von allen an alle vor allen – regelmäßig in der Feedbackrunde. Learning: Das fordert viel persönliche Reife und Vertrauen. Aber man wächst mit der Zeit, Learning zwei. Und dann lassen sich nicht nur Geschäftszahlen, sondern auch Gehälter transparent kommunizieren, besprechen, festlegen. Auf einem optimalen Gehalts- und Beteiligungsprozess denken allerdings auch wir noch rum. Geld ist einfach die Königsdisziplin. Über die Idee von Erfolg hingegen sind wir uns einig: Erfolg bedeutet für uns, unserem Purpose näher zu kommen und unser aller Wunschgehälter zahlen zu können. Vom Wachstum als Selbstzweck haben wir uns verabschiedet.

Wie es zu all dem kam? Die Gründung von Summer&Co im Jahr 2014 war motiviert durch eine damals noch recht progressive Idee: nämlich eine Organisation ohne klassische Hierarchien zu bauen, in der einerseits Menschen ihre Fähigkeiten individuell entwickeln, Kompetenzen bestmöglich einbringen und damit wirksam sein können; und anderseits bessere Entscheidungen getroffen werden können, die an Markt und Kunden ausgerichtet sind. Inspiriert von Fréderic Laloux’ „Reinventing Organizations”, Bernd Oestereichs und Claudia Schröders „Das kollegial geführte Unternehmen” und den Konzepten Soziokratie und Holakratie basiert Summer&Cos Struktur daher auf einem Rollenmodel, welches eine fluide und zeitlich begrenzte Übernahme von internen und externen Aufgaben mit oder ohne Führungsverantwortung erlaubt. Da es für solche “selbstorganisiert” genannten Organisationen noch wenig Vorbilder gibt, verstehen wir uns als eine Art New Work Lab, testen aus, passen an, leben vor. So haben wir innerhalb der ersten sechs Jahre bereits drei Evolutionsstufen unserer Organisationsstruktur entwickelt – und lernen stets weiter. Ziel ist es, als Pioniere zentrale Fragestellungen und Ansätze für die Ausgestaltung nachhaltig wirtschaftender, menschenorientierter Organisationsformen zu erarbeiten. Die Quintessenz an Erfahrungen geben wir – dem Kontext und Auftrag angemessen – unseren Kund*innen weiter.

Dabei sehen wir uns als Teil einer New-Work-Bewegung mit spannenden und progressiven Pionieren, von und mit denen wir lernen und ein grundlegendes Umdenken erreichen wollen. Deshalb sind wir Gründungsmitglied des Shift Collectives, mit welchem wir diese Bestrebungen auf das nächste Level heben wollen.

Schaut gern auch auf unserem Blog zum New Work Lab vorbei.

Wir freuen uns über Austausch, Vernetzung und Impulse.

Unsere Videos

Hier ein paar Videos aus und über unserem New Work Lab.

Das Summer&Kids Camp

 Einmal im Sommer gönnen wir Summers uns eine Woche Arbeiten an einem besonderen Ort. Diese findet – Achtung! – ohne Lebenspartner*innen, dafür aber mit den Kindern statt. Was aus einer Betreuungsfrage geboren wurde, wurde schnell das Lieblingsformat aller Summers. Im „Summer&Kids Camp“ liegt der Fokus auf unserer Organisation – wir reden über Vertrieb, über einzelne Kreise und Rollen, über unsere Ziele und Visionen oder teilen Wissen miteinander.
Familie und Arbeit zu verbinden, sich gegenseitig besser kennenzulernen, von den Kindern zu lernen und gleichzeitig die Autonomie der Lebenspartnerinnen und -partner zu fördern, hat sich als enorm wertvoll erwiesen.    

Im Summer&Kids Camp bekommen die Kinder einen Eindruck wie unser Job funktioniert und wir erleben uns gegenseitig nicht nur als Kolleginnen und Kollegen, sondern auch in der Rolle des Erziehers, der Spielpartnerin, des Trösters oder Vorbildes. Rollen, die auch Summers ohne Kinder mit Freude ausfüllen und erproben. Wir lassen uns von den Kindern daran erinnern, was es wirklich heißt, unvoreingenommen an Probleme heranzugehen und ständig Neues auszuprobieren.


Essenziell für das Gelingen ist: stabiles WLAN, Disziplin hinsichtlich Pünktlichkeit und
 Timeboxing, eine klare Priorisierung der zu bearbeitenden Themen und Projekte, tatkräftiger Einsatz bei der Essenszubereitung und ein gutes Maß an Kompromissbereitschaft, Flexibilität, Humor und Geduld bei etwaigem Lagerkoller oder Kindergeschrei.


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